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Kontrabassist

Wolfgang Harrer wurde 1953 in Wien geboren. Er erhielt seinen ersten musikalischen Unterricht am Klavier im Alter von 6 Jahren. Mit 17 begann er sein Kontrabassstudium am Konservatorium der Stadt Wien, wechselte aber bereits ein Jahr später an die Wiener Musikakademie (heute: Universität für Musik in Wien) zu Ludwig Streicher, dem bedeutendsten Kontrabassisten seiner Zeit. Außerdem studierte er dort Dirigieren, Musiktheorie und Pädagogik.

Von 1978 bis 1996 war Harrer Stimmführer der Kontrabässe im Österreichischen Rundfunk Sinfonie Orchester und von 1979 bis 1982 auch Solobassist der Wiener Kammeroper. 1996 verließ er dieses Orchester zugunsten einer Lehrtätigkeit und spielt seither regelmäßig als Gast im Orchester der Wiener Staatsoper, der Wiener Philharmoniker und im Wiener Kammerorchester.

Nach dem künstlerischen Diplom 1979 engagierte ihn sein ehemaliger Lehrer als seinen Assistenten an die Wiener Musikhochschule. Seit 1996 ist er Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik in Saarbrücken in Deutschland. Dort war er auch zwölf Jahre lang Prodekan für Orchesterstudiengänge und Dirigieren. Er gab zahlreiche Kurse und Meisterklassen in Europa, Asien und USA.

Er ist ein begehrter Kammermusiker, der von vielen Ensembles eingeladen wird, so zum Beispiel vom Melos Quartett, dem Klangforum, dem Ensemble Die Reihe, Ensemble des 20. Jahrhunderts, Ensemble Kontrapunkte, Alt-Wiener-Octet und anderen. Im Zuge seiner Laufbahn war er Mitglied in zahlreichen Ensembles, die alle Stile von Renaissancemusik auf Originalinstrumenten bis zu modernster Avantgarde abdecken.

Im Verlag „mvam“ mit seiner „Vienna Bass Edition“ fand er einen kompetenten Partner für seine Musikpublikationen.

Er war Juror mehrerer Wettbewerbe.

Seine Solokonzerte mit Klavier- oder Orchesterbegleitung führten ihn durch Österreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien, Portugal, Ungarn, Zypern, Philippinen, Taiwan, Argentinien, Chile, Kolumbien, Panama und China. Er nahm mehrere CDs auf und spielte für viele Radio- und Fernsehstationen.